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Die Bastel- oder besser Bestell-Liste

In der letzten Zeit bin ich häufiger mal gefragt worden wo das ein oder andere Bauteil in unserem Ausbau herkommt. Ich muss ja (leicht beschämt) gestehen dass sehr viel von dem Kleinkram, den Verbrauchsmaterialien und Werkzeugen bei Amazon bestellt wurde.
Nun ja, ich bin eben nicht (immer) der weitsichtige Planer sondern überlege gerne am Montag was denn meine Aufgaben für Mittwoch sein sollen. Und in diesem Beispiel würde ich die Planung noch fast als vorausschauend bezeichnen. Aber lange Rede kurzer Unsinn, ich schätze einfach die Lieferzeiten und die Zuverlässigkeit von Amazon. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat einen großen Teil seiner Ware innerhalb kürzester Zeit im Briefkasten zu haben ist es schon fast eine Zumutung wenn man auf seinen Kram mal ein paar Tage warten muss, was im übrigen bei vielen Bestellung noch nicht einmal ein Beinbruch wäre.

Aber eigentlich soll es ja hier auch nicht um die moralische Bewertung von Einkäufen bei Amazon sondern um eine Liste der verwendeten Kleinteile und Werkzeuge gehen. Ich versuche den Kram mal grob in Kategorien einzuteilen.

Daher „Uffpasse“, die meisten verwendeten Produktlinks führen hier zu Amazon. Wie schon an anderer Stelle erklärt erhalten wir eine kleine Provision wenn ihr über einen unserer Links einkauft oder auch dann wenn Euer Einkauf über einen unserer Links beginnt. Dafür schon mal herzlichen Dank.
Solltet Ihr keine Links/Produktbilder sehen habt ihr entweder Glück gehabt oder der Ad-Blocker hat zugeschlagen. Zweiteres ist wahrscheinlicher 😉

Beschläge, Schrauben, Kleinscheiss

  • Einschlagmuttern (bei uns sind es M5)
    Von diesen Einschlag- oder besser gesagt Einziehmuttern haben wir einige in unserem Ausbau verwendet. Immer dann wenn es um stumpfe Verbindungen geht war diese Befestigungslösung erste Wahl. Wer ein wenig in unseren Ausbau-Geschichten gestöbert hat wird öfter mal über den Hinweis stolpern dass alle Module einfach und schnell zerlegbar sein sollen. Deshalb diese Verbindungstechnik.
  • Senkkopfschrauben M5 (verschiedene Längen)
    Ich verwende diese gerne im Zusammenspiel mit den oben gelisteten Einziehmuttern. Die langen 70mm Schrauben sind für die Befestigung unserer Konsole gewesen. Aber wie gesagt, diese Edelstahlschrauben kommen in allen möglichen Längen und nur als Torx oder Inbus beim Ausbau zum Einsatz.
  • TX Schrauben-Set 400 Stück – Edelstahl
    Auch wenn ich kein Freund von „Spax“ im Innenausbau bin kommt man an der ein oder anderen Stelle an diesen praktischen Holzbauschrauben nicht vorbei. Also ist es gut eine kleine Auswahl vorrätig zu haben.
  • Gewindestangen M5
    Sollte mal keine Schraube in der passenden Länge bei der Hand sein kann man sich hervorragend mit einer Gewindestange behelfen und diese auf die erforderliche Länge schneiden. Bei uns liegen immer ein paar dieser nützlichen Helferlein in der Kleinteilekiste. Auch praktisch für die schnelle Reparatur des Innenausbaus wenn mann Unterwegs ist, dann muss man nicht zig Schrauben in unterschiedlichen Längen mitnehmen.
  • Kabel 1,5 mm2 in schwarz & rot
    Bei uns auch eher ein Lagerartikel, es ist mehr als bescheuert wenn man nur kurz noch ein Kabel für einen weiteren USB-Stecker ziehen möchte aber bemerken muss dass die einmeterzwanzig die man noch liegen hat zu kurz sind und dann der Weg zum Bieber nötig wird.
  • Victron Energy Cyrix – ct
    Watt für ein sperriger Name für ein mehr oder minder einfaches Trennrelais. Was das kann, werden wir noch sehen. Wir hatten in den letzten Jahren ein s.g. Batteriemanagement-System von T-Max verbaut. Damit waren wir weitestgehend auch ganz zufrieden. Es nervte lediglich wenn beide Batterien knallvoll waren und die Sonne schien.
    Hört sich jetzt gerade komisch an, war aber so 😉
    Denn, sobald beide Batterien eine ausreichende Spannung aufwiesen und das Solarpanel trotzdem weiter Energie lieferte passiert folgendes: Klack .1.2.3.4.5. Klack .1.2.3.4.5. Klack und so weiter, das Relais schaltete ständig mit einem satten Klack hin und her um den Solarstrom doch noch irgendwie auf die beiden vollen Batterien zu verteilen. Das konnte auf Dauer echt nerven. Abstellen konnte man das nur indem man entweder einen Verbrauchter in Betrieb genommen (bspw. die Kühlbox) oder aber das Panel abgeschaltet hat. Beides irgendwie unelegant. Zu guter letzt habe ich das Relais dann vor einigen Tagen (vermutlich) gehimmelt als ich während der „Stromkrise“ einige Massekabel zusammen gebunden habe damit der Frosch anspringt. Als Ersatz kam dann der Victron Energy … schlag mich tot. Auch bei dem Ding wird sich erst in den nächsten Monaten herausstellen was es taugt. Ich habe mich einmal mehr auf die guten Bewertungen bei Amazon verlassen. Wir hoffen nur das Beste 😉
  • Winkelverbinder Edelstahl schwarz in 20 und 40 mm
    Sehr schlichte und in einem schwarzen Fahrzeug auch unauffällige Befestigungsmöglichkeit. Ich habe die Winkel beispielsweise für die Auflage unserer Konsole über den vorderen Sitzplätzen verwendet. Man kann sie 1A mit Nieten befestigen und M5 passen (mit ein wenig Nacharbeit) auch durch die Löcher. Ich finde die Winkel einfach nur schick & top verarbeitet.
  • Klappscharniere in schwarz
    Die Scharniere sind bei uns an (fast) allen Schränken und Klappen zum Einsatz gekommen. Ich mag die Scharniere optisch, für den Einbau braucht man allerdings ein wenig Fingerspitzengefühl. Da ich ja bereits erwähnte dass Spax bei mir eher die zweite Wahl sind habe ich die Scharniere mit M3 Edelstahlschrauben befestigt. Scheiss Fummelei beim festschrauben aber es lohnt sich.
    Übrigens, Schrauben, Muttern und Kunststoffscheiben habe ich mir einzeln bei Ebay zusammen suchen müssen weil es nichts passendes bei den Amazonen gab. Kommt auch mal vor. Den Link zu den Schrauben habe ich oben eingefügt. Muttern und Scheiben gibt es von zig Anbietern.
  • Alu U-Profil für Platten mit 19 mm Stärke (funktioniert auch gut mit 18 mm)
    Alter Katastrophe !
    Mehr kann und sollte ich dazu eigentlich nicht sagen. Aber ich kann mich ja wieder nicht beherrschen. Also, die Mistdinger passen bei 18 mm Multiplex wie Arsch auf Eimer. Es gibt sie aber auch nur bei diesem einen Anbieter bei Amazon (zumindest habe ich keine Alternative gefunden) UND dieser Anbieter verkauft eine Maximalmenge von höchstens 3 Stück a 1 Meter UND da kommt jedes scheiss Profil einzeln in einer eigenen Verpackung. In die verwendeten Kartons würden, geschätzt, 30 Stück reinpassen aber nein, EIN Stück je Karton. 3 Stück bestellt, 3 Kartons erhalten. Von der ganzen Luftpolsterfolie mal abgesehen. Beim Lieferanten angeregt bei der nächsten Bestellung alles zusammen zu verpacken … Fehlanzeige. Ich habe diesen Artikel echt mehrfach bestellt aber es war immer das Selbe. Ich könnte AUSRASTERN
    Ach ja, bei der ganzen Aufregung beinahe vergessen: die Profile kommen bei mir überwiegend zum Einsatz um Bauteile oder Module mit der Bodenplatte oder untereinander zu verbinden.
  • Klavierband schwarz
    Das Klavierband war meine erste Idee als Klappen- und Schrankscharnier. Als der erste Einbau in die allererste Klappe anstand wusste ich wieder warum ich Klavierband hasse. Genau genommen passt es fast nie so an die Stellen wo man es hinhaben möchte und man kann über die Einbaulage nachdenken bis einem der Kopf qualmt. Zumindest geht mir das immer so, bin vermutlich zu dämlich für Klavierband. An einigen Stellen ist es letztlich dann aber doch zum Einsatz gekommen, zuletzt bei „dem Ding“ oder intern auch „die unendliche Geschichte“ genannt.
  • Doppelkugelschnapper (gab es leider nicht in schwarz)
    Sind aber ziemlich geil verarbeitet, darum bin ich auch den Kompromiss bei der Farbe eingegangen. Der Einbau ist allerdings auch wieder nichts für Ungeduldige aber wenn sie dann drin sind funktionieren sie super.
  • Vollauszüge von SOTECH (700 mm – 45 kg)
    Das waren die ersten Vollauszüge die ich im Projekt verarbeitet habe. Sie sind bei den Werkzeugschubladen zum Einsatz gekommen und tun da mittlerweile schon fast ein Jahr klaglos ihren Dienst. Auszüge habe ich Laufe der Zeit noch einige verbaut und bin daher irgendwann dazu übergegangen die direkt im Fachhandel zu bestellen. Beispielsweise bei Teleskopauszug24.
  • Gasdruckdämpfer
    Kaufen, kaufen, kaufen …
    Nein, bei mir ist nicht der Shopping-Wahn ausgebrochen. Ich habe mich nur mega über diese Teile gefreut. Eigentlich hatte ich die für die Cubbybox bestellt aber da litt ich wohl mal wieder an Gigantomanie oder so … natürlich viel zu groß. Aber das ist eine andere Geschichte.
    Natürlich wird der Langzeittest zeigen was die Dinger wirklich taugen.
    Vorsicht beim bestellen: Ich habe die mit 100 N also 10 kg Druck bestellt. Als ich den Artikel eben aus meinen Bestellungen rausgesucht habe wurden aber nur noch 4 und 15 N angeboten. Also, besser 2x hinschauen.

Dämmung & Farbe

  • Armaflex Tape
    Das Tape ist an diversen Stellen verbaut. Beispielsweise an den Übergängen von einem Teil der Hauptisolierung zum nächsten, als „Dichtung“ bei Serviceklappe und Einbaurahmen der Standheizung und als Scheuerschutz an diversen Modulen.
  • Armaflex ACE selbstklebend 10 mm
    Ja, das Zeug gibt es sicherlich auch günstiger. Uns war es aber wichtig bei der Dämmung auf bewährtes Material zurück zu greifen. Für einen Defender kommt man mit einem Karton gut klar. Ich denke am Ende wird da auch noch ein bisschen was überbleiben. Wir haben vom Fahrzeugboden bis hin zu den Scheibenrahmen versucht möglichst viele Flächen mit Armaflex zu dämmen. Das Material bietet nicht nur eine thermische Isolierung sondern hat als Nebeneffekt auch noch eine Anti-Dröhn-Wirkung. Zumindest war das unser Eindruck.
  • Aqua Clou Versiegelungslack
    Das Thema Farbe war zu Beginn ein Buch mit sieben Siegeln. Erster Gedanke war es das Holz zu ölen. Die Methode bietet aber leider keinen Schlagschutz und die Oberflächen in einem Reisefahrzeug sind dann doch zu stark beansprucht um an der Stelle Kompromisse zu machen. Nach langer Recherche in verschiedenen Ausbauberichten sind wir bei diesem Lack auf Wasserbasis gelandet. Wir haben dann mit ein wenig mit der Anzahl der Behandlungen und dem Auftrag des Lacks rumexperimentiert und sind dann zum Ergebnis gekommen die Oberflächen jeweils 3x mit einem Zwischenschliff zu behandeln. Die Oberflächen sind danach schon recht schlagfest und abwaschbar. Die ersten behandelten Schränke haben die ersten Touren hinter sich und bis jetzt hat sich der Lack bewährt. Die Behandlung ist allerdings vom zeitlichen Aufwand nicht zu unterschätzen. Wer sich die Mühe macht und in unseren Ausbauberichten nach „Lack“ sucht wird einige Treffer bekommen 😉

Werkzeuge

  • Cutter
    Ein gutes Cuttermesser sollte bei allen Bastelarbeiten stets am Mann sein. Zumindest ich benutze es mehrmals täglich. Nach gefühlten 10 sehr bescheidenen Ausführungen bin ich letztlich bei diesem hier gelandet. Nach gut einem Jahr Gebrauch kann ich das Messer wirklich empfehlen.
  • Und die passenden Klingen dazu 😉
    Funktionieren gut und sind standfest. Einzig die Verarbeitung vom klebrigen Armaflex hinterlässt regelmässig Spuren auf den Klingen aber das bleibt vermutlich auch nicht aus.
  • Bosch Oberfräse POF 1400 ACE
    Hier kann ich leider wenig Vergleiche anstellen da das die erste Oberfräse ist mit der ich arbeite. Ich habe die Erfahrung gemacht dass es vermutlich wichtiger ist auf die Qualität der Werkzeuge, also in dem Fall der Fräser zu achten. Mit günstigen, von Amazon empfohlenen, Fräsern bin ich ganz schön auf die Nase gefallen. Gut und mittelpreisig sind die Fräser von Bosch. Wer richtig was gutes haben möchte greift zu ENT, die liegen aber dann zwei Regale höher.
  • Passende Fräser zur Oberfräse
  • Diese besser nicht 😉
  • Kombi-/Universalwinkel
    Okay, da habe ich schon bessere in den Fingern gehabt, bei diesem passt jedoch das Preis-/Leistungsverhältnis ganz gut. Und, mindestens einen Winkel braucht man in einer Holzwerkstatt und eigentlich auch eine Schmiege. Bei dem Ding bekommt man beides in einem. Und ja, ich habe auch noch einen ganz billigen Baumarktwinkel und der tut auch genau das was er soll.
  • Lochbohrer 100 mm
    Ohne den wäre ich in mancherlei Hinsicht verloren gewesen. Für einen Innenausbau ein musst-have. Also nicht nur in 100 mm auch in anderen Größen.
  • Diverse Senker
    Das ist auch etwas dass zur Grundausstattung gehören sollte. Genau wie auch Forstner Bohrer. Zu denen habe ich allerdings gerade keinen Link weil ich das Set irgendwo draussen in der großen Welt in einem Laden gekauft habe.
  • Bosch Akkuschrauber IXO
    Der „Kleine“ für Schrauben an Stellen wo die Großen nicht rankommen und auch praktisch für unterwegs. Zunächst war ich ein wenig skeptisch was den kleinen Schrauber betrifft. Nach ersten einfachen Montagearbeiten lernte ich den kleinen Helfer jedoch schnell schätzten. Seine Stärke liegt ganz klar in der Größe und den kleinen Details wie dem „Um-die-Ecke-Aufsatz“ und dem „Raus-aus-der-Mitte-Aufsatz“. Ist schon cool wo man überall mit dem passenden Aufsatz (Winkel, Exzenter, Standard) noch hin kommt. Man muß den Einsatzzweck für das kleine Ding einfach richtig verstehen, es ist und bleibt nur ein SCHRAUBER und nix weiter. Kein hohes Drehmoment, keine abgefahrenen Drehzahlorgien. Ja, man kann mit einem Nachrüsten-Bohrfutter auch mal ein Loch bohren, allerdings nur in dünnem Blech oder Holz und dann auch nur mit einem sehr dünnen Bohrer. Also im NOTFALL wenn gar kein anderes Bohrgerät aufzutreiben ist kann man das schon machen, ist aber definitiv keine Stärke des IXO. Wenn man ein wenig Glück hat wird das Loch auch annähernd, halbwegs rund 😉
    Was uns natürlich gleich ein wenig gefangen hat war die Möglichkeit den Schrauber über USB an 12 Volt zu laden, also für uns auch unterwegs jederzeit möglich, und das nette Packmass der kleinen Tasche in der alles zusammen verstaut ist. In der Tasche ist auch genug Platz für das zusätzliche Bohrfutter und eine Menge Kleinkram wie Bits, Bohrer & Co.
    Nun aber genug geschwafelt: Empfehlung ? Yep, unseren Segen hat der kleine IXO !

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