Countdown – noch 71 Tage

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… und noch ganze 5 Tage bis wir ausziehen.

Eine fast leere Bude kann man eigentlich nicht mehr als „Zuhause“ bezeichnen. In den Wohnräumen herrscht mittlerweile eine Akustik als würde man im Bahnhof stehen. Fernsehen, wenn es die Zeit mal erlaubt, kann man nur noch im Schlafzimmer. Dort steht übrigens auch unser letztes, verbliebenes, Möbelstück, unser Bett. Gearbeitet wird mit 3 Laptops an der Küchentheke, die ist ja Bestandteil unserer Küche und wird daher mit der Wohnung abgegeben.

Ja, noch 5x im gewohnten Bett schlafen dann ziehen wir endgültig in den Frosch.

Letzten Samstag haben wir, mit Hilfe unserer Freunde, die letzten Reste unseres Hausstands entweder beim Wertstoffhof entsorgt oder bei Freunden untergestellt. By the way, wir haben es geschafft uns grob daran zu halten nur sehr wenige persönliche Gegenstände zu behalten. Vielen Dank übrigens auch noch mal an dieser Stelle an unsere engagierten Helfer.

Es ist schon ein komisches Gefühl diese Endgültigkeit zu realisieren. Am schwersten von allen hat es allerdings unsere kleine Chili. Kein Sofa mehr zum einkuscheln, keine Rückzugsorte mehr in der Wohnung. Nur noch leere Räume. Das verbliebene Hundekörbchen ist der vermeintlich letzte sichere Ort ihres Zuhauses. Aber auch uns fällt es nicht ganz so leicht Zeit in der Wohnung zu verbringen, es gibt einfach keine Fixpunkte mehr. Ständig sucht man irgendwas, ob Schlüssel, Portemonnaies oder Gürtel. Nichts hat mehr „seinen“ Platz. Aufhalten kann man sich wahlweise auf der Terrasse, dort steht noch ein Tisch und zwei Klappstühle, oder im Bett. Gefühlt wird es einfach nur noch Zeit die Zelte abzubrechen.

Es liegen noch drei Wochen Arbeit vor uns bevor wir endlich in Richtung Albanien aufbrechen können. Eigentlich würden wir jetzt unsere Freizeit damit verbringen die Route auszuarbeiten und die ersten Dinge für den Urlaub zu packen. Dazu kommen wir derzeit nicht wirklich aber wir sind zuversichtlich dass wir nach Übergabe unserer Wohnung, am nächsten Sonntag, mehr Zeit dafür finden werden. Wir sind ja dann schliesslich „Obdachlos“ und leben im Auto. Keine Wohnung, weniger Ballast und hoffentlich ein wenig mehr „Kopf frei“. Wir bleiben zuversichtlich.