Woche 35: Das Ding – Finale

Es ist weniger kaputt gegangen als befürchtet. Nachdem ich mich das komplette Wochenende nicht getraut habe nachzusehen wurde ich am Montag Nachmittag dann doch eher positiv überrascht. Okay, eine der kleinen „Kisten“ musste ich neu zusammenbauen und das Board hat an einer Ecke einen kleinen Abplatzer. Natürlich an der Nut, wo sonst ? Aber die Cantina hat nichts weiter abbekommen und die kleinen Blessuren waren verhältnismässig schnell behoben oder versteckt 😉

Nachdem die Schäden behoben, die dritte Lackschicht der Fensterblenden getrocknet und ein „Scheuerschutz“ an der Rückseite vom „Ding“ angebracht waren konnte ENDLICH die finale Montage erfolgen. Obwohl … ich werde das Bauteil wirklich nochmal ausbauen müssen. Ich habe die Schnapper in den Klappen vergessen und die Klappen tun jetzt genau das was sie ja bereits im Namen tragen, sie klappern. Zumindest bei schlechtem Strassenzustand. Das geht bei unserem Einsatzzweck natürlich gar nicht. Also werde ich „das Ding“ am Mittwoch wieder ausbauen und die Schnapper montieren. Da mir zwischenzeitlich auch noch ein oder zwei „Verbesserungen“ eingefallen sind kann ich die Gelegenheit gleich nutzen diese ebenfalls umzusetzen.

Als nächster Schritt wurde die Blende für das hintere Fenster auf der Beifahrerseite grob zugeschnitten und angepasst. Mit den Blenden bin ich allerdings noch nicht so ganz glücklich. Das Holz biegt sich in der Größe massiv und macht dadurch die Anpassung nicht einfacher. Ich hätte vielleicht doch besser einzelne Elemente schneiden und anpassen sollen. Das hätte allerdings die Befestigung nicht unbedingt einfacher gemacht. Ich werde vorerst bei der Lösung bleiben, vielleicht fällt mir dazu noch eine bessere Lösung ein.

Der Mittwoch startet früh und die Liste der zu erledigenden Aufgaben ist lang.
Als erstes kümmere ich mich um, hoffentlich, die letzten Verbesserungen am Ding. Als erstes werden die Schnapper montiert. Der nachträgliche Einbau ist eine ziemliche Fummelei aber mit ein wenig doppelseitigem Klebeband, geschickten Fingern und Geduld, viel Geduld, finden die Teile ihren Platz in den beiden Klappen. Nun sollte die Klapperei dann auch Geschichte sein. Da ich das Bauteil sowieso komplett ausbauen musste konnte ich auch gleich die Befestigung des Boards auf den beiden Halteelementen verbessern. Hier setzte ich auf die bewährte Technik mit Leisten, Einziehmuttern und M5-Schrauben. Die Blende am Heck wurde in dem Zuge auch nochmals mit einem Aluprofil optimiert. Nun hält das Ding bombenfest.

Die Liste

Im Zeichen der „Optimierung“ hatte ich mir Gedanken um die Funktion der Standheizung gemacht. Der Ausströmer unter der Cubbybox (Mittelkonsole) war von vornherein leider ein wenig suboptimal. Ich hatte beim Einbau nicht darüber nachgedacht dass die Konsole durch die Verwendung des Einbauteils der Planar einige Zentimeter weiter nach hinten rutscht und dadurch den Ausströmer für die Warmluft zu einem Teil überdeckt. Unschön da nun die warme Luft von unten vor die Cubbybox bläst. Schöner wäre auch die warme Luft mehr im vorderen Bereich des Fahrzeugs zu haben, das hilft beim Abtauen der Scheiben und macht während der Fahrt angenehm warme Füsse. Wer das beim Defender kennt weiss dass die Kisten im Winter, bauartbedingt, immer ein wenig fußkalt sind.
Lösungsidee dazu war die Warmluft durch die Cubbybox zu führen und einen Ausströmer im vorderen Bereich der Box einzubauen. Die Warmluftschläuche sind allerdings mit ca. 60 mm Durchmesser ein wenig zu groß um sie durch die Box zu führen, zumindest dann wenn man weiterhin Dinge in der Box aufbewahren möchte. Also wurde eine Reduzierung auf einen Durchmesser von grob 25 mm gebaut. Der Schlauch führt jetzt von hinten in die Box und im vorderen Bereich aus dem Boden in den Einbaurahmen der Standheizung und dann im Frontbereich des Einbaurahmens wieder in den Fahrgastraum. Hört sich aber komplizierter an als es ist.
Die Cubbybox bekommt einen doppelten Boden und ist somit weiter nutzbar. Lediglich ca. 35 mm Höhe gingen dadurch verloren. Ob der Durchsatz ausreichend ist muss sich in den nächsten Tagen zeigen.

Zum Ende des Tages verbaute ich noch den neuen Trennschalter. Die letzte Woche hatte ich ja nach der „Havarie“ eine Übergangslösung eingebaut, das sollte natürlich nicht so bleiben. Auch wenn das Provisorium sich gut bewährt hat.
Im Zuge des Einbaus stellte sich nach einigen Versuchen noch heraus dass das Massekabel der Versorgerbatterie auch nicht mehr zuverlässig funktioniert. Gut dass ich in meinem Fundus noch ein niegelnagelneues Kabel liegen hatte (Rest vom Einbau der Seilwinde).

Hoch die Hände … oder so ähnlich. Vor der Kür war allerdings noch die Pflicht zu absolvieren. Anpassen und schleifen der Fensterblenden. Erneut waren wieder Geduld und Ausdauer gefragt. Wer jetzt anmerkt dass Geduld und Ausdauer ja eigentlich dasselbe ist … okay, Du kannst den Klugscheissermodus wieder ausschalten. Eigentlich (da ist es wieder) ist es so dass ich bewusst beide Begriffe verwendet habe weil das Anpassen der Blenden wirklich ein Geduldspiel war und das im eigentlichen Sinne des Wortes: Einsetzen, messen, markieren, aussägen, einsetzen, nachschleifen, einsetzen, messen …. und so weiter. Den „Turn“ habe ich einige Zeit in Dauerschleife gespielt. Hier steht noch ne Schraube raus und da ist ein Absatz im Blech. Nun zur Ausdauer, ich hatte am Samstag Morgen tatsächlich einen Muskelkater in den Beinen, nur vom ständigen rein- und rausklettern. Vor dem Einbau der Blenden mussten diese natürlich noch Farbe bekommen, ihr kennt das ja. Drei Schichten und schleifen …. blablabla. Die Trockenpausen zwischen den Gängen habe ich dazu genutzt die Isolierung um die Fenster zu kleben, also wieder rein in die Kiste, raus aus der Kiste. Das also zur Ausdauer 😉
Aber am Ende des Tages waren die Blenden angepasst, zweimal lackiert und die Isolierung ist auch da wo sie hingehört. Alles in allem gar keine schlechte Woche.

Zusammenfassung der Woche (2,5 Tage):

  • Das Ding endlich montiert
  • Das Ding unterwegs demontiert (unabsichtlich)
  • Das Ding optimiert & erneut montiert
  • Standheizung modifiziert
  • Batterietrennschalter ausgetauscht
  • Massekabel (Versorgerbatterie) ausgetauscht
  • Fensterrahmen Beifahrerseite gebaut & lackiert
  • Armaflex eingeklebt

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